Welche Elektronik ergibt heute zwischen einem guten AV-Receiver und einem kompromisslosen Studio-Prozessor wirklich Sinn? Diese Frage stellen uns Kunden fast jede Woche – und ab Mitte Oktober gibt es eine neue Antwort darauf: Die Hyperion-Familie von AudioControl kann ab sofort in Deutschland offiziell verkauft werden.
Wir sind Händler dieser Familie und stehen für Beratung, Verkauf und Support zur Verfügung – inklusive Gewährleistung, Kundendienst und der Erfahrung aus über 125 installierten Premium-Heimkinos.
Sieben Geräte, drei Aufgaben: Vorstufe, Netzwerkverteilung, Endstufen
Hyperion ist keine Einzelgerät-Idee, sondern eine Familie, die sich nach der Aufgabe aufteilt:
- „APR-16" – die 16-Kanal-Vorstufe für anspruchsvolle Heimkinos: sechzehn symmetrische XLR-Ausgänge, sieben HDMI-2.1-Eingänge, ESS-Sabre-Wandler, Sieben-Zoll-Touchscreen, Messmikrofon im Lieferumfang, HAA-zertifiziert.
- „DPR-16" – die volldigitale Schwester für Netzwerk-Kinos, die 16 Kanäle über Ethernet verteilt (Dante, AES67, AES/EBU) und ohne analoge Ausgänge auskommt.
- „AXIS-16" – eARC-Dante-Encoder für 16 Kanäle inklusive Stereo-Downmix, für Systeme, die den Ton am Fernseher abgreifen und im Haus verteilen.
- „AXIS-10" – zehn Kanäle für Wohnzimmer-Heimkinos bis 7.1 beziehungsweise 5.1.2, kompakt und mit PoE versorgt.
- „AXIS-2" – der Zwei-Kanal-Encoder für Zweitzonen wie Terrasse, Büro oder Lounge, PCM über Dante und AES67.
- „Hepta" – die 7-Kanal-Endstufe, Class H, 7 × 230 Watt an 8 Ohm (300 Watt an 4 Ohm), brückbar bis 600 Watt pro Kanal, Dante-fähig.
- „Penta" – fünf Kanäle mit derselben Leistung, flexibel als 5-Kanal-, 3.1- oder 2-Kanal-Endstufe nutzbar.
- „Tetra" – vier Kanäle, ebenfalls Class H, mit Hoch-/Tiefpassfiltern und Crossover-Frequenzsteller von 30 bis 300 Hertz.
Die deutschen Preise (Stand Oktober 2026, unverbindlich): APR-16 5.454,00 Euro, AXIS-16 969,00 Euro, AXIS-10 684,00 Euro, AXIS-2 333,00 Euro, Hepta 3.030,00 Euro, Penta 2.605,00 Euro, Tetra 2.242,00 Euro. Die Dirac-Lizenzen – Room Correction, Bass Control und Active Room Treatment – sind nicht enthalten und werden ausschließlich über dirac.com bezogen. Nach Angaben des Vertriebs beginnt die Auslieferung von APR-16 und Endstufen voraussichtlich am 14. Oktober 2026; eine Lieferzusage ist damit nicht verbunden. Wir fragen die Verfügbarkeit für Ihr Projekt gern konkret ab.
Eine komplett neue Generation – und ein Bruch mit dem bisherigen Weg
AudioControl wurde 1977 in Seattle gegründet und hat fast fünf Jahrzehnte Verstärker, Vorverstärker und DSP-Lösungen für den Custom-Install-Markt gebaut. 2023 übernahm AVPro Global die Home-Sparte – dieselbe Firma, die mit AVPro Edge Video- und Netzwerktechnik für Installateure liefert.
Die bisherigen AV-Geräte von AudioControl – Maestro X7 und X9, Concert XR-4, XR-6 und XR-8 – teilten sich die Plattform mit Arcam und JBL Synthesis: gleiche Hardware-Basis, unterschiedliche Firmware-Stände, eigene Abstimmung und eigenes Endstufenkonzept, denn AudioControl setzte auf Class AB und Class H, wo Arcam beim AVR 850 Class G verwendete. In Fachkreisen wurden diese Geräte deshalb häufig als Arcam-Derivate mit anderer Klangabstimmung beschrieben – ein Geheimnis war das nie.
Hyperion ist das Gegenteil: eine durchgehend neue, voll digital gedachte Plattform. Der APR-16 bringt einen integrierten Vier-Port-Netzwerkswitch mit Dante/AES67 mit, die Endstufen arbeiten mit der vielfach ausgezeichneten Class-H-Architektur samt LightDrive-Schutzschaltung und lassen sich frei kombinieren, weil sie auf einer gemeinsamen Topologie beruhen. Dazu kommen ein neues Industriedesign, eine neue Bedienoberfläche, im Haus entwickelte Plattformen und die Ausrichtung an CEDIA/CTA-RP22. AudioControl steuert die Audiokompetenz bei, AVPro Edge das Video- und Netzwerk-Know-how.
Zwei Dinge, die Hyperion von einem AV-Receiver unterscheiden
Erstens: Audio wird hier als Netzwerkthema behandelt. Die AXIS-Geräte greifen den Ton direkt am Fernseher per eARC ab, wandeln ihn in einen Dante-/AES67-Stream und verteilen ihn im Haus. Am Bildschirm braucht es dafür keinen AV-Receiver mehr: Ein so gebautes Heimkino denkt in Netzwerk und Endstufen.
Zweitens: Die Raumentzerrung ist keine Beigabe, sondern ein Lizenzthema. Der APR-16 arbeitet mit Diracs Room Correction, Bass Control und Active Room Treatment zusammen. ART betrachtet Lautsprecher und Raum als ein System und lässt die Lautsprecher aktiv gegen unerwünschte Energie arbeiten – bislang vor allem in der Studio- und High-End-Ecke zu finden, jetzt auch hier als Option.
Unsere Analyse: zwischen Trinnov, StormAudio und den klassischen AV-Receivern
Wenn wir Hyperion einordnen sollen, landet die Familie genau zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite stehen Prozessoren wie der Trinnov Altitude oder die Modelle von StormAudio: kompromisslos gebaut, in Preisregionen, die den Rahmen vieler Projekte sprengen. Auf der anderen Seite stehen Denon, Marantz, Pioneer und ihresgleichen – leistungsfähig und komfortabel, mit integriertem Streaming, Endstufen und Einmessroutinen.
Hyperion wählt den dritten Weg: sechzehn Kanäle, symmetrische Ausgänge, Netzwerkaudio, ein professionelles Lizenzmodell für die Raumkorrektur, HAA-Zertifizierung und eine ISF-geprüfte Video-Sektion – das Vokabular der High-End-Fraktion, bei 5.454 Euro für den Prozessor. Unsere Einschätzung: Das passt zu Projekten, in denen der Raum bereits sehr gut ist und ein 16-Kanal-Prozessor aus dem Profilager bislang nicht zu rechtfertigen war. Wir sind gespannt auf die ersten Geräte in unseren Räumen – und darauf, wie sich ART in einem gewachsenen Heimkino messbar verhält.
Für neue, dedizierte Räume mit bis zu 16 Kanälen ist der APR-16 der naheliegende Einstieg: Die Signalführung ist auf Planung ausgelegt, nicht auf Plug-and-play – und wer ohnehin neu baut, entscheidet die Verkabelung gleich richtig.
Für bestehende Heimkinos ist die Familie dann interessant, wenn Projektion und Lautsprecher schon auf einem Niveau arbeiten, das die Elektronik ausbremst. Ein Beispiel aus der Praxis: In „Dune: Part Two" liegen tiefste Bassimpulse und geflüsterte Dialoge dicht beieinander – beides muss gleichzeitig bestehen. Ob ein Prozessor das besser kann als die vorhandene Lösung, entscheidet eine Messung in Ihrem Raum, nicht das Datenblatt.
Und der ehrliche Hinweis: Ein Dante-basiertes System braucht Netzwerkwissen, eine saubere Einmessung und Verstärker, die Dante verstehen – die Hyperion-Endstufen tun das, andere gegebenenfalls nicht. Wenn ein Gerät nicht passt, sagen wir das auch.
Fazit: Eine neue Etage, keine Modewelle
Wer heute in sein Heimkino investiert, kauft keine Geräte, sondern ein Ergebnis. Hyperion schließt die Lücke zwischen kompromisslosen Studio-Prozessoren und den klassischen AV-Receivern – mit Netzwerktechnik, wirksamer Raumentzerrung und einem Preis, der für ernsthafte Projekte kalkulierbar bleibt. Ob die Familie überzeugt, entscheidet sich in Ihrem Raum: In „1917" liegen Leuchtkugeln, Maschinengewehrfeuer und Atemgeräusche in einer einzigen Szene – die Kette, die das auseinanderhält, ohne dass etwas zerfällt, ist keine Frage des Datenblatts. Genau für diese Fragen sind wir da.
Fragen zu Preisen, Verfügbarkeit und zur Einordnung für Ihr System? Rufen Sie uns an unter 06746 802080 oder schreiben Sie an verkauf@takeoffmedia.de. Wir sagen Ihnen, was heute lieferbar ist, welche Dirac-Lizenz Ihr Raum wirklich braucht und ob Hyperion in Ihr Projekt passt – und wenn zwei kleinere Geräte mehr bringen als ein großer Prozessor, sagen wir auch das. :-)
Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung einer KI – von unserem Team mit viel Liebe begleitet, geprüft und freigegeben. Transparenz ist uns wichtig: Wir optimieren unsere Abläufe in der Webseitenerstellung, damit noch mehr Zeit für den persönlichen Umgang mit unseren Kunden bleibt – am Telefon und in den Projekten. Bei Fragen rufen Sie einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.




