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CINEMIKE Tuning für OPPO BDP-93EU

Es ist mal wieder "Oppo-Zeit": nachdem sowohl die Modelle BDP-93EU und -95EU in Einzel- und Vergleichstests überzeugt haben, befassen wir uns nun zum vierten Mal innerhalb kurzer Zeit mit einem Quellgerät des chinesischen Anbieters. Dabei handelt es sich um den 649 Euro kostenden BDP-93EU in einer Version, die von der Tuningfirma Cinemike für weitere 600 Euro modifiziert wurde. Mit Hilfe von Optimierungen einzelner Komponenten im Bereich des Netzteils sowie auf dem Digitalboard verspricht die Tuningschmiede eine signifikante Verbesserung von Bild und Ton. Obwohl die Änderungen auch die analoge Ausgabe beeinflussen sollen, steht primär die Verbesserung der HDMI-Performance im Vordergrund.

  • Gute Vorzeichen aus zwei Gründen

    1.) der BDP-93EU stellt aus technischer Sicht eine hervorragende Basis dar: Netzteil und Digitalboard sind üppig dimensioniert und können leichter modifiziert werden, als dies bei Geräten mit stärkerer Baugruppenintegration der Fall ist. Außerdem verfügt der Player sowohl im Laufwerks- wie auch Chipsatzbereich über hervorragende Komponenten und bietet deswegen bereits im Serienzustand hohe audiovisuelle Leistungen.

    2.) auch in Bezug auf Ausstattung, Verarbeitung sowie Gesamtkonzeption gibt es kaum eine bessere Wahl: Dual HDMI, DVD-Audio+SACD Kompatibilität, WLAN-N, E-SATA, YouTube Client, hohe Formatkompatibilität und ein komplett lüfterloses Design bietet derzeit in dieser Kombination kein anderes Gerät. Obendrein punktet der BDP-93EU mit schnellen Einlesezeiten und der beleuchteten Fernbedienung.

In Kombination mit dem (verhältnismäßig) günstigen Preis von 599 Euro haben jene Faktoren den BDP-93EU derart attraktiv gemacht, dass sich neben Cinemike auch andere Tuner, wie z.B. Audiocom (England) oder NuForce (USA) dem chinesischen Quellgerät gewidmet haben. Während die letztgenannte Firma ausschließlich die analoge Audiosektion fokussiert, sind die Tunings von Cinemike und Audiocom eher vergleichbar, wenngleich beide Anbieter im Detail andere technische Wege einschlagen. Wir hätten Ihnen an dieser nur zu gerne einen Vergleich beider Tuningversionen vorgestellt - doch leider ist das, seit Monaten bestellte und zugesagte, Audiocom-Gerät immer noch nicht in der Redaktion eingetroffen. Selbstverständlich liefern wir jenen Test gerne nach, doch fürs Erste befassen wir uns daher ausschließlich mit der Cinemike-Variante. Dabei interessieren uns vor Allem die Vergleiche gegenüber dem Seriengerät und unserer redaktionsinternen Referenz, dem DVD-A1UD von Denon in der ebenfalls getunten Cinemike-Version.

  • Tuningmodifikationen

    Wie bei Cinemike üblich, ist das getunte Gerät äußerlich nur durch ein Emblem zu erkennen. Mit Ausnahme von neuen Auflagen unter den Standfüßen (dichter Urethanschaum für eine bessere Ankopplung) verzichtet man bei Cinemike traditionellerweise auf größere Umbauten wie z.B. ein neues Laufwerk. Während der Tuningansatz beim englischem Mitbewerber "Audiocom" sehr stark auf eine Verbesserung der internen Clock ausgerichtet ist, legen die Tuner aus der Eifel andere Prioritäten (siehe nächste Rubrik).

    Wie üblich, macht es preislich keinen Unterschied, ob sie ein bestehendes, "altes" Gerät zum Tuning geben, oder auch gleich das Grundgerät bei Cinemike bestellen. Die letztgenannte Variante bietet jedoch Vorteile in Bezug auf die Garantie bzw. Gewährleistung, in die Cinemike dann komplett einsteigt, während bei nachträglichen Umbauten von Fremdgeräten lediglich die direkt betroffenen Baugruppen abgedeckt sind.

  • Technik im Detail

    Zurück zur Technik: oben sehen Sie den getunten BDP-93EU, dessen Tuningauswirkungen erst beim zweiten Blick auffallen. Die meisten Änderungen betreffen das Netzteil, wo mehrere Kondensatoren gegen stabilere/bessere Komponenten getauscht werden, um eine stabilere Spannungsversorgung zu gewährleisten. Durch einen niedrigeren Rauschpegel soll insbesondere die Digitalplatine profitieren, die einen maßgeblichen Einfluss auf die audiovisuelle Gesamtperformance besitzt.

    Zusätzlich installiert Cinemike noch eine Gleichtaktdrossel (Spule zur Dämpfung von unerwünschten HF-Frequenzen) und einen Ferrit am Netzeingang. Zusammen mit den Modifikationen am Netzteil soll damit sowohl die Performance im Gerät verbessert werden, als auch das Maß an Rückstreuung in die restliche Anlage (besonders leistungsfähige Endstufen sind diesbezüglich sehr sensibel).

  • Netzteilsektion Seriengerät
  • Netzteilsektion Cinemike Version
  • Durch die Tuningeingriffe bleiben sämtliche Funktionen des Gerätes erhalten - es wird keine Abschaltung eventuell überflüssiger Baugruppen erwirkt (zB. USB oder eSATA Ports). Wenn Sie sich für die Ausstattung bzw. Features des Oppo BDP-93EU interessieren, verweisen wir Sie an dieser Stelle an unseren Testbericht vom Seriengerät, wo wir uns damit ausführlich (inkl. Videos zur Fernbedienung und Menüstruktur) befasst haben. Durch die große Verwandtschaft zwischen den Modellen 93 und 95 war Cinemike übrigens in der Lage, dasselbe Tuningpaket als Grundlage für eine erweiterte Modifikation des größeren BDP-95EU heranzuziehen. Beim Topmodell wird eine zusätzliche Filterung des Gehäuselüfters implementiert; außerdem werden im Netzteil- sowie Digitalbereich noch mehr Bauteile getauscht. Das Tuning für den BDP-95EU wird mit 750 Euro in Rechnung gestellt, wer will, kann sich bei diesem Gerät für weitere 750 Euro die Stereo-XLR Analog-Ausgangsbuchsen, oder für 1000 Euro den kompletten analogen Mehrkanalausgang optimieren lassen.

  • Die Digitalplatine wird ebenfalls modifiziert: Cinemike ersetzt mehrere der verbauten Elektrolytkondensatoren gegen selektierte Bauteile höherer Qualität. Das Grundprinzip (bzw. Ziel) einer besseren Spannungsversorgung steht dabei auch hier im Vordergrund, indem speziell für eine bessere Ansteuerung der lokalen Spannungsregler gesorgt wird. Hinzu kommen noch Änderungen im SMD-Bereich, womit die Filterung auf der Sekundärseite aufgewertet werden soll, sowie eine zusätzliche Bedämpfung des Laufwerks.

  • Praxiseindrücke

    Bei unseren Tests konnten wir direkte A/B Vergleiche zwischen beiden Geräteversionen durchführen. Dabei haben sich mehrere Aspekte gezeigt.

    Unsere Eindrücke finden Sie in der nachfolgenden "Klartext" Tabelle. Hier wird mit kurzen, klaren Sätzen vermittelt, welche Klangeigenschaften die Testgeräte mit den jeweiligen Sequenzen an den Tag legen. Die Titel sind in Hinblick auf verschiedene Klangaspekte ausgewählt. Damit sie deren Besonderheiten nachvollziehen können, haben wir diese im rechten Bereich der Tabelle vermerkt. Das Ziel dieser kompakt gehaltenen Klangbeispiele soll dazu beitragen, die Charakteristiken gleichzeitig aussagekräftiger, vergleichbarer und effektiver zu vermitteln, als dies bei (lang) ausformulierten Einzelbeispielen möglich ist. (sämtliche Vergleiche beziehen sich auf das Seriengerät)

  • Harry Potter 7.1

    Das neueste Abenteuer des weltbekannten Zauberers besitzt zwar auch einige actionreichere Passagen, definiert sich in akustischer Hinsicht aber vor allem durch viele subtile Umgebungseffekte, die für eine perfekte Wiedergabe sehr feinfühlig umgesetzt werden müssen. (Deutsch Dolby Digital 5.1)

    Der CM Oppo BDP-93EU bitet eine sehr räumliche Spielweise, bei der auch kleine akustische Details mit höchster Finesse dargestellt werden. Dadurch entsteht eine sehr hohe Klangtransparenz. Die musikalischen Arrangements werden durch eine famose Feindynamik hervorragend zur Geltung gebracht. Das Seriengerät spielt im Direktvergleich vordergründiger und generiert weniger Dynamik.

  • Batman - The Dark Knight

    Dieser Ausflug nach Gotham City bringt vor allem die grobdynamischen Qualitäten sowie Bassdifferenzierung an das Tageslicht. Testgeräte mit aufdickenden Klangeigenschaften blamieren sich speziell beim Banküberfall zu Beginn des Filmes sehr schnell. (Englisch Dolby True HD 5.1)

    Generell fällt auf, dass der getunte 93er mit den intensiven Basseffekten noch besser zurechtkommt, als die Serienversion: zwar bietet auch Diese eine gute Präzision; der CM-Player konturiert jedoch noch exakter und druckvoller - besonders in sehr tiefen Frequenzen. Die tonale Balance bleibt bei beiden Geräten gewahrt - die Oppos dicken nicht auf, sondern gehören zu den wenigen Geräten, die auf Bassanhebungen gänzlich verzichten.

  • Krabat

    Die ersten Minuten der 2008er Verfilmung von Otfried Preußlers gleichnamigen Fantasy Roman generieren mit gutem Equipment Gänsehaut im Quadratmeter-Format. Wichtig ist dafür, dass die markante, raue Stimme von Otto Sanders Prolog charakteristisch wiedergegeben wird, wobei auch die isolierten Musikeffekte eine gute Räumlichkeit benötigen. (Deutsch DTS-HD 5.1)

    Die Cinemike-Version bietet eine noch realistischere/detailliertere Umsetzung des Prologs, die Sprache erlangt eine höhere Klarheit und wird in ihren feindynamischen Schattierungen referenzwürdig umgesetzt. Außerdem löst sich das Klangbild noch besser vom Lautsprecher. Man merkt dem getunten Oppo an, dass er generell eher analytisch-nüchtern spielt. Etwas mehr Wärme bzw. Körperhaftigkeit wäre wünschenswert.

  • Der Herr der Ringe -Teil 1

    Unser nächster Stopp im Bereich der Fantasy-Welten stellt der famose erste Teil der Herr der Ringe Trilogie dar. Ähnlich wie bei Krabat achten wir auch hier auf die Erzählstimme im Intro - dieses Mal wird allerdings Klangtransparenz und Feindynamik abgefragt. (Deutsch DTS-HD 6.1)

    Die Stimme von Galadriel erlangt noch mehr Luftig-/Offenheit und kommt insgesamt vielschichtiger zur Geltung. Auch die choralen Background-Elemente löst das Cinemike-Gerät feiner auf. Insgesamt agiert der getunte Oppo detailbezogener aber auch kultivierter/souveräner - bei lauten Einzelelementen (z.B. Gollums Schreie) spielt die Serienversion im Direktvergleich schrill bzw. tendenziell überschärft.

  • Step Up 3D

    Dieser Film mit seinem Hip Hop lastigen Soundtrack ist sehr schwierig in der Umsetzung, da die Wiedergabe im 3D Modus schnell in ein tonales Ungleichgewicht gerät. Außerdem werden Probleme beim Timing sowie der Präzision schonungslos offenbart.

    Differenzierung sowie Impulspräzision der tieffrequenten Beats auf den Fullrangekanälen im 3D Modus deutlich besser als beim Seriengerät, welches einen größeren Klang Abfall beim Wechsel zwischen  2D und 3D verzeichnet. Backgroundvocals und Moderatorenstimme kommen beim CM-Oppo klarer zur Geltung, auch die Dynamik und das gesamte Timing als deutlich besser einzuordnen - davon profitiert der gesamte Spielfluss.

  • Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

    Visuell zwar nicht unbedingt absolute Referenz, aber in Bezug auf den Sound schwieriger, als man denkt: Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen besitzt eine extrem sauber abgemischte DTS-HD Tonspur, bei sowohl Sprach- , als auch Effekt- und Scoreebene sehr intensiv miteinander verwoben sind.

    Auch bei diesem Beispiel zeigt sich, dass der getunte Player weniger stark im 3D Modus abfällt. Die Prolog-Stimme ist nicht nur akzentuierter, sondern weist auch die vollere Mittenwiedergabe auf. Das Seriengerät spielt hier im Vergleich topfig (wie übrigens auch alle anderen 3D-Player!). Die orchestralen Elemente erlangen mehr Präsenz und wirken nicht mehr "weichgespült". Klangdynamik und Räumlichkeit legen ebenfalls stark zu.

  • Michael Bublé - Cought in the Act

    Der kanadische Jazz-Sänger liefert mit dieser Blu-Ray eine hervorragende Gelegenheit, eine AV-Anlage auf "Gefühl" zu testen - denn nur mit einer ausgeglichenen Tonalität, viel audiophilem Esprit sowie dem richtigem Timing macht diese Konzertaufnahme richtig Spaß.

    Das Cinemike-Gerät ist durch die Optimierungen wesentlich musikalischer geworden. Der Player modelliert feiner heraus, spielt mit besseren Timing (vor allem im Tief-/Mitteltonbereich) und löst das Klangbild besser von den LS - die sonore Stimme von Bublé wird klarer herausgestellt, während die Instrumentalbegleitung größer aufgefächert wird. Die einzelnen Aspekte mögen sich zwar teilweise nur in Nuancen vom Originalgerät absetzen - in der Summe spielt der getunte 93er jedoch schlichtweg in einer anderen Liga.

Video-Performance

  • Drag me to Hell - Blu Ray

    Dieser unscheinbare Horrorfilm bietet eines der besten HD-Bilder, die wir jemals gesehen haben. Die Schärfe liegt fast permanent am absoluten Anschlag und offenbart Schwächen der Wiedergabekette genauso schnell, wie die absolut natürliche Farbwiedergabe. Außerdem fallen die Kamerafahrten verhältnismäßig ruhig aus, so dass man auch die Bewegungswiedergabe gut testen kann.

    Deutliche Verbesserungen sind zwar nicht zu erkennen, doch wer ein sehr hochwertiges Bildwiedergabegerät einsetzt, wird vom Tuning auch visuell belohnt. Der ungetunte BDP-93EU ist bereits derart gut, dass die Unterschiede im Detail zu finden sind. Feinheiten bei Farb- oder Schärfenuancierungen kommen noch etwas besser zur Geltung - vor allem bei dunklen Szenen.  Außerdem kann man dem getunten Gerät eine stabilere Detailzeichnung während Kameraschwenks attestieren, aber selbst hier liegen die Geräte sehr nah zusammen.

    Tron - 3D Blu Ray

    Nicht wenige Anwender waren von der Tron 3D-Blu Ray etwas enttäuscht, weil sich Disney dazu entschieden hat, jenes Remake visuell nicht auf spektakuläre, vordergründige Effekte zu trimmen. Stattdessen bietet Tron eine exzellent gestaffelte Bildtiefe, die permanent gehalten wird. Um daran Spaß zu haben, braucht man dafür jedoch sehr gutes Equipment...

    Während die Bildqualität bei den beiden vorangegangenen Beispielen schon beim Seriengerät offensichtlich bereits fast am Anschlag war, dokumentiert das Tuning bei dieser 3D-Produktion interessanterweise, dass durchaus noch Potential im BDP-93EU steckt. Der Cinemike-Version gelingen die diffizilen Schwarz-/Grauabstufen der Cyber-Welt differenzierter. Außerdem bietet er die bessere Kontrastdynamik heller Objekte. Zusammen mit der deutlich(!) höheren Bildstabilität ergibt sich eine besser definierte 3D-Wirkung mit mehr Bildtiefe.

  • Star Wars Episode III -DVD

    Es soll ja noch Leute geben, die hin und wieder eine DVD schauen. Dafür greifen wir zur EPIII-DVD. Diese gibt es zwar inzwischen (endlich) auch auf Blu-Ray, zählt aber wegen ihrer hervorragenden und anspruchsvollen Bildqualität zu den absoluten SD-Referenztiteln. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Der Oppo BDP-93EU ist in der Serienversion ein sehr guter - aber nicht absolut erstklassiger - DVD-Player. Obwohl der BDP-93EU mit der aktuellen Firmware keine offensichtlichen Probleme mit der Laufschrift im Intro aufweist, so erledigt speziell der Marantz BD-7006 das De-Interlacing der  Raumgleiter und Kamerafahrten noch eine Spur flüssiger. Daran ändert auch die Cinemike-Version nichts, obwohl auch hier (ähnlich wie beim ersten Beispiel) minimale Verbesserungen bei Schärfe und Farbnuancierung vorhanden sind.

generelle Beobachtungen

  • Die Tuningauswirkungen skalieren im großen Maße mit der Wiedergabequalität der gesamten Anlage. In einem normalen Mittelklassesystem wird das Cinemike-Gerät bei einigen Sequenzen derart ausgebremst, dass es dich nur unmerklich von der Serienversion absetzen kann. Andererseits haben wir bislang keine einzige Testperson kennengelernt, die jene Unterschiede innerhalb unseres High-End Referenzstudios nicht sofort und umfassend erkannt hat.

    Wie auch schon bei den letzten Cinemike-Tunings (zB. beim Denon DBP-4010UD) wirken sich die Modifikationen hauptsächlich auf die Akustik aus. Die Bildqualität ist bei den meisten Blu-Ray Playern (speziell mit HD-Medien) derart hoch, dass man  hochwertige Bildwiedergabegeräte benötigt, um visuelle Unterschiede festzustellen. Mit 3D-Medien gestaltet sich die derzeitige Situation noch anders - was durch die Verbesserungen durch das Tuning auch ersichtlich wird.

    Der Oppo BDP-93EU bietet bereits in der Serienausführung eine anständige audiovisuelle Performance. Das Tuning stellt daher nicht den Wesen des Gerätes auf den Kopf, sondern ist darauf abgestimmt, eine Verfeinung sämtlicher Attribute zu erreichen. Der BDP-93EU bleibt somit auch nach dem Tuning ein neutral abgestimmtes Gerät mit präziser Spielweise ohne Tendenz zum Sounding; dafür legt speziell das Auflösungsvermögen sowie die Dynamik in großem Umfang zu.

  • Die Klangeinbußen im 3D Modus fallen beim getunten 93er geringer aus, wie bei allen anderen (vergleichbaren) Geräten. Trotzdem lässt selbst der getunte Oppo innerhalb hochklassiger Systeme klar erkennen, dass noch Luft nach oben besteht. Speziell bei "Step Up 3D" ist der Verlust an Bassdruck und -Volumen gegenüber derselben Audiospur auf der 2D-Disc nicht wegzudiskutieren. Zum aktuellen Zeitpunkt kennen wir jedoch keinen einzigen 3D-fähigen Blu-Ray Player, der jene Problematik nicht aufweist. Der Cinemike getunte Oppo BDP-93EU stellt diesbezüglich momentan das beste (uns bekannte) Gerät am Markt dar.

    im Vergleich zu unserer absoluten Quellgerätereferenz, dem Cinemike getunten Denon DVD-A1UD, positioniert sich der modifizierte Oppo als attraktive und wesentlich günstigere Alternative. Besonders in Bezug auf Präzision und Dynamik liegt er überraschenderweise sogar auf Augenhöhe - das Wasser kann er dem Boliden-Player jedoch nicht reichen. Dafür fehlt es dem 93er an den letzten Prozentpunkten an Bassdruck und Transparenz. Außerdem bietet nur der getunte A1-Player diese unnachahmlich-kultivierte Seidigkeit inklusive überlegener Informationsdichte im Mittel-/Hochtonbereich. Kein anderer Player detailliert Gitarrenanschläge oder Geigen derart souverän, schnell und natürlich. In Anbetracht des immensen Preisunterschiedes schlägt sich der getunte Oppo jedoch sensationell gut. Einfach formuliert: für knapp ein Achtel des Kaufpreises bietet er 90% der Performance - und das kann man derzeit von keinem anderen Gerät behaupten.

    der Oppo BDP-93EU war schon immer ein talentierter Alleskönner: die DVD-Wiedergabe ist gut; bei (3D) Blu-Rays spielt er sogar auf Referenzniveau - und auch die CD/SACD/DVD-Audio Wiedergabe ist als hochklassig einzustufen. Dieser Faktor wird durch das Tuning in sämtlichen Punkten unterstrichen bzw. verstärkt, da auch die letztgenannten Formate in ähnlicher Weise von den Modifikationen profitieren, wie Filmmedien.

Fazit:

Wenn in Ihrem Hifi-Rack ein 1.000 Euro AV-Receiver seinen Dienst verrichtet, der Einstiegs LCD-Beamer fürs Bild sorgt, oder das Mitteklasse-Surroundsystem die Beschallung übernimmt, können Sie (spätestens) an dieser Stelle auf das kleine rote X am Bildschirmrand klicken: das Cinemike Tuning für den Oppo BDP-93EU macht wirklich nur dann Sinn, wenn eine hochwertige Umgebung zur Verfügung steht. Und auch wer ihm Diese bereitstellt, wird keine Quantensprünge erleben, sondern lediglich eine Verfeinerung seiner akustischen Qualitäten erhalten.

  • Veredelung in Reinkultur

    Genau das macht den getunten Player jedoch derzeit für audiophile Perfektionisten interessant: speziell 3D-fähige Blu-Ray Player lassen es derzeit an akustischen Feinschliff vermissen - teilweise sogar in sehr großem Maße. Diesbezüglich bietet schon das Grundgerät eine solide Basis mit einer guten Ausstattung zum fairen Preis - mit Cinemike-Tuning wird dieses Niveau schlichtweg nochmal eine Preis- und Qualitätsklasse nach oben getragen.

    Für die aufgerufenen 1.200 Euro (inkl. Grundgerät) finden audiophil veranlagte Blu-Ray Liebhaber aktuell nichts Besseres.