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Test: Audiolab 8200AP 7.1 Heimkino Vorstufe

  • geradliniger Typ mit Spezialisierung auf Mehrkanal Audio

    Hochklassige Klangeigenschaften und eine proppenvolle Ausstattung unter einen Hut zu bringen ist grundsätzlich bereits ein sehr herausforderndes Unterfangen -welches sich nochmals deutlich schwieriger gestaltet, sofern dabei auch ein möglichst günstiger Preis realisiert werden soll.

    Der britische Anbieter Audiolab möchte sich gar nicht erst in diesem Dilemma wiederfinden und verfolgt bei seiner neuen Surroundvorstufe ein klares Konzept: man verzichtet bewusst auf Video-Prozessoren, Raumeinmessungen und Netzwerkschnittstellen um sich komplett dem Klang widmen zu können.

    Die vier HDMI 1.4 Eingänge mit 1:1 Durschleifung der anliegenden Bildsignale sollten den meisten Anwendern ausreichen. Damit die 8200AP auch in der Lage ist, digitale HD-Tonspuren zu bearbeiten, müssen die Quellgeräte auf PCM Ausgabe eingestellt sein, denn interne HD-Dekoder besitzt die Audiolab Vorstufe leider nicht.

    Ob die Audiolab 8200AP aus der Feder der legendären, ehemaligen Tag McLaren Schmiede, für die aufgerufenen 1.699 Euro tatsächlich klangliche Ausrufezeichen setzen kann, erfahren Sie in unserem ausführlichen Videotest.

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  • Purismus in Reinkultur

    Die 8200AP ist sehr kompakt gebaut - im Wesentlichen besitzt sie drei Baugruppen.

    Einmal den Netzteilbereich rechts im Gehäuse, der über einen Ringkerntrafo verfügt und direkt auf dem Mainboard die verschiedenen Sekundärspannungen generiert.

    Links oben befindet sich ein kleines HDMI-Board, wo über einen Silicon Image 9233A Receiver die Eingangssignale der vier HDMI1.4 Anschlüsse entgegengenommen werden. Videoseitig leitet die Vorstufe alle Full-HD Auflösungen, sowie 3D Signale 1:1 an den Ausgang weiter; die Audiodaten werden dabei extrahiert und an die darunterliegende Audioplatine transportiert.

    Dort erfolgen sämtliche analogen sowie digitalen Audiobearbeitungen unter der Leitung des CirrusLogic CS494003 Prozessors. Es handelt sich hierbei um einen hochwertigen, aber älteren Chip, der mittlerweile von neueren Serien abgelöst wurde. In diesem Chip ist auch der Grund zu finden, warum die Audiolab 8200AP kein HD-Decoding beherrscht. Die 494 Generation unterstützt schlichtweg nur die klassischen Dolby und DTS Formate.

    Die Audiolab 8200AP besitzt somit ein sehr puristisches Schaltungskonzept. Natürlich würde man sich wünschen, dass beim einen oder anderen Bauteil eine neuere DSP-Generation zum Einsatz kommen würde, doch in Relation zur Preisklasse bewegt sich dieses Gerät bereits auf hohem Niveau.

    Der schlanke, aufs Wesentliche, reduzierte Aufbau verspricht aufgrund der sauberen Schaltungswege (ohne etwaige Störquellen durch Zusatzbaugruppen) gute Klangeigenschaften.

  • Akustik für Anspruchsvolle

    Im Hörtest erweist sich der Testprobant als klanglich talentiert, wobei er dabei nicht um ein Vielfaches besser spielt, als vollausgestattete Vorstufen der 2.000 Euro Klasse.

    Die Audiolab 8200AP ist definitiv ein Fall für Klang-Ästheten und Filmliebhaber, die akustischen Feinheiten heraushören können und zu schätzen wissen. Hinsichtlich der tonalen Balance, ist sie nahezu perfekt austariert: weder zu sanft und überkultiviert, noch zu analytisch und steril. 

    Die britische Mehrkanalvorstufe spielt auffällig unauffällig - die Höhen sind klar und informationsreich, ohne sich aufzudrängen; die Mitteltonwiedergabe gefällt durch Variantenreichtum sowie Vielschichtigkeit. Im Bass agiert die Vorstufe gleichzeitig druckvoll, präzise aber nicht aufdickend.

    Der Punkt ist nur der: die 8200AP spielt überall sehr gut -dieses letzte Quäntchen um in einer Disziplin jetzt noch DAS absolute Ausrufezeichen dran zu setzen, das fehlt. Sicherlich ist ihr Auflösungsvermögen und die Präzision über den kompletten Frequenzbereich noch ein Tickchen besser, als zB. bei einer Marantz AV-7701 - sie spielt dabei aber nicht in einer anderen Liga.

    Man könnte das Ganze aber auch andersrum positiv formulieren: die 8200AP vereint die besten Klangeigenschaften der < 2.500 Euro Klasse in allen Disziplinen auf höchstem Niveau.

    Weil die 8200AP ein gutes Timing besitzt, feindynamisch sauber arbeitet und eine gute Loslösung von den Lautsprechern bietet, kommen ihre Vorteile hauptsächlich bei musikalischen Anwendungen zur Geltung, wobei sie aufgrund ihrer hohen Klangnatürlichkeit und Detaillierung auch bei komplexen Filmmaterial begeistert.

  • Fazit

    Die Audiolab 8200AP ist ein klarer Fall für Klangperfektionisten, die für möglichst wenig Geld ein hohes Maß an akustischer Finesse bekommen möchten - und dafür auch Einbußen bei der Ausstattung in Kauf nehmen.

    Deswegen ist es auch sehr schwierig, hier ein allgemeingültiges Statement zum Preis-/Leistungsverhältnis zu treffen - einerseits ist z.B. eine Marantz AV-7701 akustisch nicht wirklich weit entfernt und ist dabei wesentlich vielseitiger einsetzbar.

    Andererseits geht die Audiolab 8200AP in Bezug auf Auflösung sowie Präzision eben noch diesen einen Schritt weiter, den man anderweitig richtig teuer bezahlen muss - und kostet dabei sogar noch weniger, als so mancher AV-Receiver.

    Unser Résumé lautet: wegen der eingeschränkten DSP-Sektion ist die 8200AP für 7.1 Systeme eher weniger geeignet - wer aber ein 5.1 System fährt und vorwiegend auf musikalische Tugenden (Mehrkanal UND Stereo) seiner Anlage Wert legt der sollte sich die 8200AP durchaus mal intensiver anschauen.

  • Audiolab 8200AP im Vergleich mit anderen Vorstufen ?

    Bestenliste